Putz & Rosen "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen." Max Horkheimer, geschrieben am Vorabend des 2. Weltkrieges

Putz & Rosen
Soli-Mahnwache für AntifaschistInnen in Dresden

Soli-Mahnwache von uns, die nicht nach Dresden können, wollen oder dürfen.

Am Mittwoch, 13.02.13, von 12.30 – 13.30 Uhr auf dem Marktplatz in Bremen.

 

Gegen die Verdrehung der Geschichte

Solidarität mit den Antifaschistinnen und Antifaschisten,

mit den Kriegsgegnern und Kriegsgegnerinnen in Dresden!

Am 13. Februar 2013 findet in Dresden zum 68. Jahrestag der Bombardierung wiederholt ein NaziaufmArsch statt. Schon wieder wollen Rechtsradikale, Nazis, FaschistInnen, Vertriebenenverbände und nationalkonservatives Bürgertum dieses Datum für das Verdrehen der Geschichte missbrauchen. Sie sprechen von „Bombenholocaust“ und „Völkermord“.

Was immer wieder verschwiegen wird: bevor im Verkehrsknotenpunkt Dresden Richtung „Ostfront“ und Rüstungsstandort Dresden (ja, auch 1945 noch), Menschen durch englische und US-amerikanische Fliegerangriffe zu Kriegstoten wurden, bombardierte die deutsche Luftwaffe andere europäische Städte – und die dort lebenden Menschen zu Tode. Der Krieg aus der Luft wurde schon Ende April 1937 in Guernica/Spanien eröffnet, wo das deutsche „Dritte Reich“ die Faschisten im spanischen Bürgerkrieg unterstützte. Später folgten das holländische Rotterdam und das englische Coventry sowie unzählige Städte in ganz Europa. Insgesamt sind dieses die Folgen der NaziHerrschaft mit über 55 Millionen ermordeten Menschen – davon über 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens in den Tötungsfabriken.

Jeder ermordete Mensch ist einer zuviel! Wir dürfen nicht zulassen, dass das Gedenken an die Bombardierung Dresdens missbraucht wird, um „die Deutschen“ als Opfer darstellen.

Der Schwur von Buchenwald bleibt gültig:

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Die politisch Verantwortlichen in Sachsen wollen den NaziaufmArsch an diesem Tag nicht verbieten. Deswegen stellen sich dort Antifaschistinnen und Kriegs-gegnerinnen, stellen sich Antifaschisten und Kriegsgegner von überall her den Nazis in den Weg.

Die von Auschwitz nicht reden wollen,

müssen von Dresden schweigen.

VVN-BdA Landesverband Bremen und Antifaschistische Aktionsgruppe „Putz und Rosen“

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