Putz & Rosen "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen." Max Horkheimer, geschrieben am Vorabend des 2. Weltkrieges

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Was ist das?

Stolpersteine, das sind kleine Pflastersteine, die mit einer individuell beschrifteten Messingplatte versehen sind. Die Steine erinnern an die Opfer Nazideutschlands. Jeder Stein gedenkt eines Menschen, der von den Nazis ermordet, vertrieben, deportiert, versklavt, gefoltert oder in den Selbstmord getrieben wurde. Der Künstler Gunther Demnig holt damit die Opfer des Faschismus aus ihrer Anonymität. Auf jedem Stein steht der Name des Menschen und sein Geburtsjahr, sein Todesort und Todesjahr. Die kleinen Gedenkplatten sind vor den letzten Wohnorten oder erzwungenen Aufenthaltsorten (wie etwa ‚Judenhäuser‘) der Menschen in den Fussweg eingelassen. Menschen, die die Inschriften lesen möchten, verneigen sich so vor den Opfern.

Näheres zu dem Projekt gibt es hier und hier.

Wir finden diese Initiative super und wollen die Steine, so gut es geht, glänzend und auffallend halten, damit Passanten, im übertragenden Sinne, über die Verbrechen Deutschlands stolpern.

Die Stolpersteine werden privat durch Einzelpersonen oder Gruppen sowie Einrichtungen finanziert. Durch das Verlegen auf öffentlichen Grund werden die Stolpersteine zu ‚Geschenken‘ an die Stadt. Bisher übernimmt die Stadt Bremen aber nicht die notwendige Pflege (Verwitterung, Beschmutzung). Wir haben uns dieser Aufgabe gestellt, wie andere Menschen auch.

Antifaschismus, und dazu gehört auch das Gedenken an die Opfer des Faschismus, nehmen wir selbst in die Hand. Wir verstehen uns als autonome, sprich selbstständige antifaschistische Gruppe.

Kein Vergeben, kein Vergessen!

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